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Mein Märchen springt hin und her

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Mit Rätseln aus der Tier- und Pflanzenwelt bzw. einem kurzen Bericht aus seiner Kindheit von faszinierenden Märchenabenden in seinem Heimatdorf Kinta, leitete Herr Mensah Wekenon Tokponto von SONAFA e.V. seine Märchenstunden bei uns ein.

Herr Tokponto ist eigentlich hauptberuflich Professor für interkulturelle Germanistik. So kommt es, dass er nicht nur Geld für den Schulbau in Benin, sondern auch Märchen aus seinem Heimatland sammelt, um sie mit deutschen Märchen zu vergleichen und – sehr wichtig - um sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Vor dem Sponsorenlauf begeisterte er Schüler aus Jahrgang 7 und Jahrgang 5 mit seiner besonderen Art und Weise zu erzählen.

Wir hörten das Märchen vom Regenwurm und seinem Onkel, von dem Vater, der seine Tochter zu unmöglichen Konditionen verheiraten will, der Frau, die darauf besteht, einen Mann ohne Arme, Beine und Kopf zu heiraten und das von der Klugheit der Schildkröte.

Dabei ging es lebhaft zu. So wie die Märchen in Benin hin und her springen und sich dann auf das Tier oder die Person setzen, um die sich die Geschichte dreht, so bewegte sich auch Herr Tokponto hin und her zwischen den Schülern, gab die Eingangsfloskeln der Märchen in seiner Muttersprache Fon zum Besten, begleitete das Ganze mit kleinen Rhythmusinstrumenten und verwandelte Schüler für kurze Momente in Mitspieler bzw. herumliegende Gegenstände in Requisiten.

 

Die fremdartigen Märchen, die von Gestik und Mimik des begnadeten Märchenerzählers untermalt wurden, faszinierten und amüsierten die Schüler. Selten hatte jemand eine so ungeteilte Aufmerksamkeit vor Klassen.