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Allgemeines zum Fach Physik

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hat zwei neue, hochmoderne Physikräume, die beide mit Smartboards ausgestattet sind. Im Rahmen einer Projektwoche zeigten im Sommer 2012 die Schülerinnen und Schüler des damaligen Physikleistungskurses, dass sie auch künstlerisch spitze sind und malten Bilder mit den Physikern Newton, Watt, Ampere, Joule, Einstein, Curie und Hertz sowie den Grundeinheiten, auf denen das gesamte Einheitensystem der Physik aufgebaut ist. Diese Kunstwerke erfreuen seitdem alle Physikschüler und –lehrer, wenn sie in den Räumen lernen und lehren. Uns Physiklehrern am Albert-Schweitzer-Gymnasium liegt es besonders am Herzen, dass unsere Schüler möglichst viele Experimente selbstständig in Gruppen durchführen, anstatt sie „nur“ als sogenanntes Demonstrationsexperiment von ihrem Platz aus zu sehen. Dafür schaffen wir nicht nur immer wieder neues Experimentiermaterial an, sondern stellen solches auch in Eigenarbeit her. Im Folgenden seien zwei Beispiele beschrieben und mit Fotos dokumentiert.

Physiklehrer bauen LED-Kästchen für den Optikunterricht

Die Physikkollegen Herr Fischer, Herr Frenzel, Frau Grill (sie hat fotografiert), Frau Karutz, Frau Kobes und Frau Schwertmann haben sich einen Nachmittag getroffen, um kleine LED-Kästchen zusammenzubauen (löten, kleben, feilen, schrauben). Diese LED-Kästchen sind für die Unterrichtseinheit „Optik mit der Ameise“ in der 6. Klasse bestimmt. Dort geht es um Schatten, Halbschatten und Schattenräume. Wir freuen auf die interessanten Experimente, die wir mit den neuen Kästchen mit den Schülerinnen und Schülern machen werden.

 

Physiklehrer bauen selbst Großflächenzählrohre für ihre Schüler

Die Schülerinnen Julia Jordan und Franziska Wend berichten:

Um uns Schülern das Thema Radioaktivität „wie früher“ mit Schülerexperimenten auf interessante Art und Weise näher zu bringen, haben die sechs Physiklehrer unserer Schule zum Lötkolben gegriffen. 2005 war durch einen neuen Erlass das Experimentieren für Schüler mit radioaktiver Strahlung stark eingeschränkt worden. Die Lehrer wollten mit dieser Verschlechterung nicht leben und bauten daher sogenannte Großflächenzählrohre. Das sind „Geigerzähler“, die besonders empfindlich sind. Bei ihnen hört man das berühmte unregelmäßige Knacken schon bei sehr schwacher Strahlung, wie sie zum Beispiel bei manchen Gesteinen in der Natur vorkommt. Die Herzstücke der Zählrohre wurden in den USA bestellt. Als Gehäuse wurden Abwasserrohre verwendet, die zuvor in heißem Wasser geweitet werden mussten. Mit der nötigen elektronischen Verschaltung entstanden so acht Großflächenzählrohre zu einem Stückpreis von 170€ anstelle von 620€ für fertige aus dem Lehrmittelhandel. Großzügig zahlte der Förderverein des Albert-Schweitzer-Gymnasiums 600€ für das Projekt. Der Rest kam aus dem Fachetat Physik. Der neunte Jahrgang der Schule hat die Zählrohre inzwischen im Unterricht erprobt. Wir, die Schüler der Klassen 9G1 und 9G2 haben mit Hilfe der Geräte in dem Backtriebmittel Pottasche das Kalium 40 gemessen - ein Betastrahler. Spannend fanden wir auch den Nachweis von Radon und seinen Folgeprodukten aus der Luft auf einer geladenen Platte. Auch Frau Schwertmann, die die Idee für den Bau von einer Fortbildung zur Strahlenschutzbeauftragten mitbrachte, ist zufrieden: „Vorher konnten die Schülerinnen und Schüler bei diesem Thema ein Halbjahr lang nicht selbst experimentieren und durften nur zugucken. Im Vergleich dazu spürt man, dass das Interesse und vor allem der Lernerfolg größer sind, wenn sie selbst aktiv bei den Experimenten mitarbeiten können.“